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OMNIA Nr. 18

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Ausgabe

Ausgabe #18 Die Wünsche des Bauern Es war einmal ein armer chinesischer Reisbauer, der trotz all seines Fleißes in seinem Leben nicht vorwärtskam. Eines Abends begegnete ihm der Mondhase, von dem jedes Kind weiß, dass er den Menschen jeden Wunsch erfüllen kann. „Ich bin gekommen“, sagte der Mondhase, „um dir zu helfen. Ich werde dich auf den Wunschberg bringen, wo du dir aussuchen kannst, was immer du willst.“ Und ehe er sich versah, fand sich der Reisbauer vor einem prächtigen Tor wieder. Über dem Tor stand geschrieben: „Jeder Wunsch wird Wirklichkeit.“ Schön, dachte der Bauer und rieb sich die Hände. Mein armseliges Leben hat nun endlich ein Ende. Erwartungsvoll trat er durch das Tor. Ein weißhaariger, alter Mann stand am Tor und begrüßte den Bauern mit den Worten: „Was immer du dir wünschst, wird sich erfüllen. Aber zuerst musst du ja wissen, was man sich überhaupt alles wünschen kann. Daher folge mir!“ Der alte Mann führte den Bauern durch mehrere Säle, einer schöner als der andere. „Hier“, sprach der Weise, „im ersten Saal siehst du das Schwert des Ruhmes. Wer sich das wünscht, wird ein gewaltiger General. Er eilt von Sieg zu Sieg und sein Name wird auch noch in den fernsten Zeiten genannt. Willst du das?“ „Nicht schlecht“, dachte sich der Bauer, „Ruhm ist eine schöne Sache und ich möchte zu gerne die Gesichter der Leute im Dorf sehen, wenn ich General werden würde. Aber ich will es mir noch einmal überlegen.“ Also sagte er: „Gehen wir erst einmal weiter.“ „Gut, gehen wir weiter!“, sagte der Weise lächelnd. Im zweiten Saal zeigte er dem Bauern das Buch der Weisheit. „Wer sich dieses wünscht, dem werden alle Geheimnisse des Himmels und der Erde offenbart.“ Der Bauer meinte: „Ich habe mir schon immer gewünscht, viel zu wissen. Das wäre vielleicht das Rechte. Aber ich will es mir noch einmal überlegen.“ Im dritten Saal befand sich ein Kästchen aus purem Gold. „Das ist die Truhe des Reichtums. Wer sich die wünscht, dem fliegt das Gold zu, ob er nun arbeitet oder nicht.“ „Ha!“, lachte der Bauer, „das wird das Richtige sein. Wer reich ist, der ist der glücklichste Mensch der Welt. Aber Moment! Glück und Reichtum sind ja zwei verschiedene Dinge! Ich weiß nicht recht ... Gehen wir noch weiter.“ Und so ging der Bauer von Saal zu Saal, ohne sich für etwas zu entscheiden. Als sie den letzten Saal gesehen hatten, sagte der alte Mann zum Bauern: „Nun wähle. Was immer du dir wünschst, wird erfüllt werden!“ „Du musst mir noch ein wenig Zeit lassen!“, sagte der Bauer, „Ich muss mir die Sache noch etwas überlegen.“ In diesem Augenblick aber ging das Tor hinter ihm zu und der Weise war verschwunden. Der Bauer fand sich zu Hause wieder. Der Mondhase saß wieder vor ihm und sprach: „Armer Bauer! Wie du sind die meisten Menschen, sie wissen nicht, was sie sich wünschen sollen. Sie wünschen sich alles und bekommen nichts. Was immer sich einer wünscht, das schenken ihm die Götter, aber der Mensch muss wissen, was er will ...“ 10

Alles im Universum ist Schwingung ... „Gleiche dich der Frequenz der Realität an, die du möchtest, und du kreierst diese Realität. Das ist keine Philosophie, das ist Physik!“ Albert Einstein W Wie können wir dieses Wissen nutzen, um alle positiven Dinge, die wir uns im Leben wünschen, tatsächlich zu manifestieren? Glück, Freude, Gesundheit ... sind ebenso Schwingungsmuster wie Ängste, Sorgen und Krankheit. Viele Manifestationstechniken lehren folgende vier Regeln: 1. Ziel (Wunschvorstellung, Traum): Sei glasklar! 2. Fokus (Konzentration, Ausrichtung und Wiederholung): Wiederhole dein Ziel konstant und konzentriert! 3. Emotion: Sei emotional und fühle, wie du dich fühlen wirst, wenn du das Ziel erreicht hast! 4. Handlung: Handle in die Richtung deines Ziels! Wenn man diese vier Punkte gleichermaßen erfüllt, wird die aufgebaute Eigenschwingung die Resonanz herstellen und das Ziel sich manifestieren. Eigentlich klingt das ganz einfach und viele Menschen erzielen mit diesen vier Schritten großartige Erfolge. Sie erleben, wie zum Beispiel Affirmationen tatsächlich Realität erschaffen, weil sie ihre Energie gelenkt, ausgerichtet und gebündelt haben. Und doch funktionieren diese Regeln nicht bei allen und nicht immer. Überhaupt scheinen sie unberechenbar, denn auch anfängliche Erfolge lassen den Frust wachsen, wenn es dann gar nicht mehr klappt. Was also macht den Unterschied aus? Warum funktioniert es einmal und dann doch wieder nicht? Dazu muss man ein Grundgesetz des Lebens verstehen, denn was Paul Watzlawick über die Kommunikation sagte, gilt auch für die Manifestation: Der Mensch kann nicht nicht manifestieren (erschaffen, schöpfen, kreieren), genauso wenig wie er nicht nicht kommunizieren kann. Der Mensch ist ein Schöpferwesen, weil er immer durch seine Gedanken, Worte und Taten Schwingungen, Frequenzen, Energie erzeugt (gemäß den hermetischen Gesetzen der Geistigkeit und der Schwingung). Alle Gedanken sind also bereits realisiert, das heißt, „Materie“ im Sinne einer Schwingung und das endgültige Endergebnis dieser Schöpfungen sind entweder positive oder negative Erlebnisse. Bei positiven Erfahrungen sprechen wir gerne von „Zufall“, dabei ist es uns „zu-ge-fallen“, weil wir es unbewusst irgendwann einmal initiiert hatten. Negative Erfahrungen ordnen wir dem „Schicksal“ zu, es sei ein von höheren Mächten herbeigeführtes Ereignis, dabei haben wir das eine und das andere unbewusst selbst erschaffen. Wie genau funktioniert also dieser Schöpfungsprozess? Der größte Energietransformator des Menschen ist das Herz. Die stärksten Impulse, die der Mensch aussendet, sind Gefühle: Liebe, Angst, Hass, Freundlichkeit, Frieden, Trauer, Scham, Schuld ... Jedes Gefühl hat eine ganz bestimmte Schwingungsfrequenz (s. Abbildung auf Seite 16) und diese wird permanent über das Herz an die Umwelt ausgestrahlt. Das bedeutet, die Umgebung reagiert zuallererst genau darauf und verstärkt sie, sie geht in Resonanz, sie schwingt mit. Gleichklang entsteht, wenn die Schwingung bekannt ist, deshalb zieht gleiches auch gleiches an. Alles andere wird zunächst abgestoßen oder man passt sich (wieder) an ... Wird man innerlich von Ängsten, Scham, Schuld, (Selbst)Hass, dem Gefühl, nicht gut genug zu sein, geplagt, trifft man dort auf Resonanz, wo genau das gespiegelt werden kann. Hat man Spaß im Leben, ist man ein Magnet für noch mehr freudvolle Situationen, ist man innerlich gespalten sendet man zwiespältige Signale und das Leben ist dann auch so. Es ist weder Top noch Flop, ein nettes Mittelmaß und man ist „zu-friede-n“. Viele Menschen sind mit ihrem Leben zufrieden, obwohl sie sich nicht alle Herzenswünsche erfüllt haben. Das bedeutet, sie haben im Grunde alle noch ein riesiges Potenzial in sich, denn das Leben verläuft ganz sicher immer in den gleichen Bahnen, bis der Mensch beginnt, seine eigene Schwingung zu verändern. Und genau darum geht es bei der bewussten Manifestaion, die aus dem innersten Seelenkern entspringt. 11

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