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OMNIA Nr. 16

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Juni 2020 – Ausgabe

Juni 2020 – Ausgabe #16 Foto: © Manuela Immler 46

La dolce Vita in Italien 9 Frauen, 1 Woche, 1 Thema: Das Frausein Die Toskana erleben, sich mit Frauen austauschen, mehr über Frauengesundheit erfahren, das eigene Frausein erspüren ... das klingt nach einem tollen Urlaub! Und das war es auch! Nicht, dass ich nicht wüsste, wie es ist, eine Frau zu sein! Jede Frau lebt ihren Frauenalltag. Wir sind Meisterinnen und stehen voll im Leben. Aber gibt es vielleicht noch mehr zu entdecken? Bin ich zum Beispiel im Frieden mit mir als Frau – liebe ich meinen Busen, meine Figur, mein Wesen? (Wenn du die „typischen“ „Frauenbeschwerden“ während der Menstruation hast, dann bist du es nicht, so viel kann ich dir schon einmal verraten ...) Poppi, unser Ferienort, liegt in den Hügeln der Toskana. Unsere Unterkunft war auf einer Anhöhe mit wunderbarem Blick auf die Stadt. Schon der berühmte italienische Dichter Dante Alighieri soll im Mittelalter in Poppi umhergewandert sein. In seinem Hauptwerk „Die Göttliche Komödie“ beschrieb er die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies, deshalb erzählen die Einheimischen, dass ihn seine tägliche Wanderung von der Hölle – dort, wo heute ein Schweinestall steht – ins Paradies, zu unserem Refugium, geführt haben soll. „Il Paradiso“ sind zwei liebevoll renovierte Backsteingebäude mit einer großzügigen Veranda im Freien inmitten wilder toskanischer Natur, fernab von jedem Massentourismus. Das Seminar wurde von der Heilpraktikerin und Schamanin Petra Hinze geleitet. Ihr Spezialgebiet ist das Frauenwissen. Sie liebt Traditionen, Geschichten vergangener Tage und Mutter Erde, die sie immer wieder in ihre Ritualarbeit miteinbezieht. So begegnet man beim Zusammensein mit Petra auch immer der Natur und knüpft neue Bande zu dieser Kraftquelle. In dieser Woche zeigte sie uns die Verbindung der Frau zum Wasser und ließ uns zum Abschluss durch ein ganz besonders magisches Wäldchen, um das Kloster von Franz von Assisi gelegen, laufen. Gleich zu Beginn der Frauenwoche begann sie, die Frauenqualität des „Geschehen-Lassens“ in uns hervorzukitzeln. So gab es wohl einen definierten Rahmen für das Seminar, aber es sollte keine fixen Zeiten geben, an denen wir uns treffen würden. In der Früh ging es los, sobald alle gefrühstückt hatten, und abends trafen wir uns einfach nach dem gemeinsamen Abendessen zum zweiten Teil des Seminartags. Unser Tagesablauf sollte nicht geplant sein, wie sonst unser Leben, sondern fließend sein. Wir hatten viel Freizeit, um auch einfach mal zu genießen, zu sein, nichts zu tun. Ein herrlicher Naturbadeteich lag direkt beim Refugium, und schon morgens trafen wir uns dort und zogen gemeinsam die Bahnen. In jedem Seminar ist das Kennenlernen der anderen Teilnehmer eine entscheidende Phase: Wie wird man empfangen, und wie geht man aufeinander zu? Kennt man jemanden aus der Gruppe, ist es einfacher, allerdings besteht dann auch die Gefahr, dass man sich weniger für die anderen Teilnehmer und damit für neue Erfahrungen öffnet. In unserer Gruppe ist mir aufgefallen, dass wir unsere antrainierten Muster schnell hinter uns ließen, weil wir sehr offen aufeinander zugingen. Jedes „Ich muss gefallen, um ...“ hatte definitiv Pause! Es fällt einem wirklich leichter, unter Gleichgesinnten das Risiko einzugehen, sich so zu zeigen, wie man ist oder sich gerade fühlt; um dann prompt die gute Erfahrung zu machen: „Es ist okay, wie du bist!!!“ 47

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