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OMNIA Nr. 16

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Juni 2020 – Ausgabe

Juni 2020 – Ausgabe #16 Hüten – der Krieger des Waldes Stelle dich aufrecht und gerade hin. Spüre die Erde unter deinen Füßen und nimm die tiefe Verbindung zu Mutter Natur wahr. Der Krieger, die Kriegerin des Waldes bist du! Der Krieger ist gleichzeitig der Hüter des Waldes. Mache nun mit einem Bein einen großen Ausfallschritt nach vorn. Das vordere Bein ist gerade aufgestellt, das Knie über der Ferse. Das hintere Bein ist gestreckt und dein hinterer Fuß hat sich wahrscheinlich schon von alleine leicht nach vorne hin ausgerichtet. Nun hebe beide Arme, bis sie parallel zum Boden sind. Richte deinen Blick fokussiert auf die Fingerspitzen deiner vorderen Hand. Achte in deiner Aufrichtung auf die Körperspannung in deinen Armen. In deiner Haltung sind Kraft, Energie und Ausdruck. Als Hüter des Waldes nimmst du diese Schönheit und diesen Stolz in deiner Präsenz wahr. Du selbst bist Intensität und Schönheit. Entscheide, wann es Zeit für dich ist, aus der Haltung zu kommen. Mache dich locker und übe die Haltung nun mit dem anderen Bein. Natürlich lebt die Asana von der Intensität, die du auf der einen Seite mit deiner Ausrichtung und auf der anderen Seite mit der zeitlichen Länge der Übung erzielst. Achte jedoch beim Üben darauf, dass du nicht zu ehrgeizig wirst, sondern versuche die Asana gleichermaßen still und fein zu halten. Foto: Shutterstock - © Reiner Angermeier 36

Sich verbinden – die Meditation der Elemente Suche dir einen Platz im Wald, an dem du dich sicher und geborgen fühlst. Lege dich auf den Rücken und schau mal nach, wie bei der Übung „Ankommen“, wie weit du dich mit Armen und Beinen öffnen magst. Mit der Ausatmung lass los und lass dich tiefer sinken. Sei dir der Auflagepunkte gewahr und mache eine kleine Körperreise zu den Körperregionen, mit denen du die Erde berührst. Mit der Ausatmung verwurzele dich mit der Erde, die dich trägt. Die Erde ist deine Heimat. Die Erde ist deine Mutter, die dich hervorgebracht hat und dich nährt. Kannst du das spüren? Je mehr du dich auf die Qualität der Erde einlassen kannst, desto mehr wirst du die Kraft in dir spüren, die dich erhebt. Komme dann mit deiner Aufmerksamkeit zu den Körperregionen, mit denen du in Kontakt mit dem Element Luft bist, also zu jenen Bereichen, die nicht den Boden berühren. Mit der Einatmung dehne dich aus und versuche mit der Körpervorderseite das Gefühl von Weite und Leichtigkeit in deinem Körper zu spüren. Kannst du die Freiheit darin wahrnehmen? Dein Körper besteht zu ca. 70 Prozent aus Wasser. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn du in deinem Körperinneren ein Gefühl des Fließens wahrnehmen kannst. Alles fließt, pulsiert, vibriert und ist Ausdruck deiner Lebendigkeit. Dehne dieses Gefühl des Fließens über deinen ganzen Körper aus. In deiner Magengrube befindet sich dein Sonnengeflecht. Es ist das Zentrum in deinem Körper, in dem du am deutlichsten das Element Feuer wahrnehmen kannst. Richte dich nun auf dieses Zentrum etwas oberhalb deines Bauchnabels aus. Kannst du dort eine Wärmequelle spüren? Wenn ja, dehne dieses Glühen bis in deinen Brustkorb aus, bis es sich in deinem Herz warm und weich anfühlt. Nun kannst du dein mitfühlendes Herz allem und jedem gegenüber öffnen. Wie fühlt sich das an? Kannst du die Verbundenheit mit der „Mehr als menschlichen Welt“ fühlen? Kehre im Laufe der Meditation auch immer wieder zu den anderen Elementen zurück. Je mehr Erfahrung du mit der „Meditation der Elemente“ bekommst, desto leichter wird es dir fallen, alle Elemente gleichzeitig wahrzunehmen. 37

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