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OMNIA Nr. 16

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Juni 2020 – Ausgabe

Juni 2020 – Ausgabe #16 Wie du der Krise die Katastrophe nimmst! Hast du die „Das kann gar nicht sein“-Phase schon hinter dir? Wahrscheinlich schon, oder sie kommt immer wieder, wenn du die verschiedenen Medienberichte liest. Jede Krise beginnt im Grunde mit der Leugnung, gefolgt von der Einstellung: „So schlimm wird es schon nicht werden“, und dem Trost: „Das geht bestimmt schnell wieder vorüber!“ Normalerweise ist der Ablauf auch so, und nach dem Fall in die Krise geht es wieder stetig nach oben. In unserem konkreten Pandemie-Fall ist es leider nicht so klar, in welche Richtung wir steuern, und unsere Stimmung steht in direktem Zusammenhang mit der täglichen Informationsflut, die auf uns einstürzt. Wir könnten 24 Stunden rund um die Uhr Nachrichten hören, und das in Bezug auf jedes Land auf dieser Welt. Viele Experten informieren uns, und am Ende wissen wir doch weniger als zuvor, weil sich auch die Experten nicht einig sind („informieren“ stammt von dem lateinischen Wort „informare“ und bedeutet eine Gestalt geben, in Form bringen, bilden). Dieses Nicht-Wissen führt uns unbewusst in die Angst. Wir haben das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren bzw. keine Kontrolle mehr zu haben, und diesen Kontrollverlust ertragen die wenigsten Menschen. Deshalb frage ich dich als Allererstes: Was mutest du dir in der Krise zu? Reduziere deinen Medienkonsum bitte als Erstes und schaue gezielter, surfe nicht einfach so herum. In Krisenzeiten ist eine wichtige Maßnahme die, sich auf das zu konzentrieren, was einen selber betrifft. Dieses gilt es in Ruhe zu analysieren und abzuwägen, um dann vielleicht schon die richtigen Entscheidungen für sich selbst zu treffen und sie umzusetzen. In dieser Phase ist es sehr wichtig, dass du dir jeden Fehler verzeihst! Es ist egal, wie viele Fehler du machst, bleibe aktiv, triff bewusst Entscheidungen, so bleibst du handlungsfähig und spürst, dass du Herr über deine Lage bist. Du musst bitte nur jeden Fehler sofort wieder korrigieren und nicht wie sonst vielleicht unter den Teppich kehren. In einer Krise darfst du so viele Fehler machen, wie du willst, denn du lernst jetzt in dieser Zeit. Jeder Fehler bringt dich weiter nach vorne, weil du daraus lernst! To-Dos I 1. Ruhe bewahren und achtsam gegenüber dem sein, was in dir los ist (dazu gleich mehr) 2. Informationen einholen und analysieren 3. Realitätscheck und die Frage: Betrifft es mich? 4. Abwägen 5. Entscheidung treffen – umsetzen 6. Fehler korrigieren – lernen Diese Punkte bilden im Grunde einen Kreislauf, der immer wieder von vorne beginnt. Du darfst jetzt lernen, was es bedeutet, systemisch zu denken und zu leben. Diese Krise wird gerne „Corona-Krise“ genannt, weil sie von einem Virus bzw. unseren Reaktionen darauf hervorgerufen wurde. Der wahre Virus ist jedoch die Angst, und das Problem mit der Angst ist, dass sie sehr schnell zu Panikattacken und schweren Depressionen führen kann. Niemand weiß so genau, wie es weitergehen kann oder wird. Niemand weiß, wann er wieder arbeiten kann und Geld verdienen darf, ob sein Unternehmen Foto: Shutterstock 12

das Ganze überstehen wird, ob es staatliche Unterstützung geben wird usw. Wir reden hier also von einer realen Existenzangst. Und wir haben wahrscheinlich noch überhaupt keine Ahnung vom gesamten wirtschaftlichen und gesundheitlichen Ausmaß dieser Krise. Es ist wichtig, dass du dich dieser Existenzangst stellst, und auch allen anderen Ängsten, zum Beispiel der vor dem Tod. Stelle dich allen Emotionen. Nie war es so wichtig, seine Emotionalität in Balance zu haben. Die Ausgeglichenheit deiner Gefühle ist deine Basis für das Bewältigen dieser Krise. Gleichzeitig bekommst du jetzt die Möglichkeit, deine Intuition zu fördern. Deine Inspiration und Kreativität sind gefragt, um neue Ideen zu entwickeln. Frage deine Angst, was sie von dir will, und bleibe ruhig dabei. Frage sie, wie du einen guten Freund fragen würdest. Und warte geduldig die Antwort ab, die dir deine Intuition geben wird. Frage dich zum Beispiel auch, wie es dir gelingen könnte, wieder Vertrauen ins Leben zu haben. Selbstgespräche hatten nie einen größeren Wert und ergaben nie mehr Sinn als in dieser Zeit. Die Antworten werden dir Sicherheit geben. Und das kannst du dann gerne mit allen aufkeimenden Emotionen so machen. Panikattacken kannst du mit dem Trinken von kaltem Wasser in den Griff bekommen oder durch bewusstes Ein- und Ausatmen. Einatmen durch die Nase, ausatmen durch den Mund, und zwar länger als sonst. Oder bringe dich in Bewegung: spazieren gehen, joggen oder einfach nur um den Block gehen hilft. Mit einem ruhigen Geist und deiner Kreativität findest du jetzt neue Lösungen. Achte darauf, was dir „zu-fällt“ und deine Aufmerksamkeit erregt. Folge deiner Intuition und lass dich inspirieren. To-Dos II 7. Angst: Wovor fürchtest du dich? Ist die Angst real? Wie kannst du sie auflösen? 8. Panikattacken: Innere Unruhe, Nervosität ist ein Zeichen für innere Panik; die Attacke besteht dann in Atemnot und/oder der Körper krampft 9. Depressionen: Wie viel Energie steckt noch in dir? Bist du oft müde? 10. Existenzängste, Todesängste, Wut, Zorn, Ärger ... jetzt ist die Zeit, all das aufzulösen! 11. Emotionen in Balance halten 12. Intuition 13. Inspiration 14. Kreativität Lösungen findet niemand ohne Inspiration. Du musst auch lernen zu unterscheiden, wann Aktivität und wann geduldiges Abwarten angesagt ist. Dabei hilft dir die objektive Analyse, in welcher Phase du gerade bist: Hast du innerlich Panik, bist du wütend oder ängstlich? Blinder Aktionismus rührt von Panik her. Hüte dich in Krisenzeiten auch vor falschen Experten und Gurus, vor allem dann, wenn sie die Angst weiterspinnen. Du musst nun sehr darauf achten, was für dich passend ist, nicht darauf, was für andere passt. Erst kommst du! Und wenn du dir sicher bist, kannst du auf andere schauen. Ich nenne es „Ego.ist: Erst wenn ich ... bin, kann auch der andere ... sein.“ (Hier kannst du beliebig 13

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