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OMNIA Nr. 15

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Herzstück: Partnerschaft - Wie können wir glücklich gemeinsam leben?

Dezember 2019 –

Dezember 2019 – Ausgabe #15 Das Katoptron – der heilsame Spiegel Das Katoptron ist der Spiegel. Kein Spiegel im herkömmlichen Sinn, sondern eine widerspiegelnde Kraft des Lebens. Eine Urkraft, deren Quelle die Evolution selbst ist. Das Wort „Katoptron“ kommt aus dem Altgriechischen und beschreibt eine Oberfläche, welche das Licht widerspiegelt. Die Ereignisse und Dinge um uns herum spiegeln jenes Licht wider, durch das sie beleuchtet werden. Und dann liegt es an uns selbst, wie wir diese Dinge und Ereignisse wahrnehmen und interpretieren. Das Katoptron ist das Zusammenspiel von den uns umgebenden Ereignissen und unserer eigenen, ganz persönlichen Wahrnehmung. Dieses Zusammenspiel zeigt uns wie in einem großen, mystischen Spiegel ungeschminkt an, wo wir stehen. Das Katoptron macht vor allem all jene subtilen Programme in uns sichtbar, die blockierend wirken, die unserem Evolutionsplan widersprechen. Wir können dem Katoptron nicht ausweichen, wir erleben es Tag für Tag. Wir können zwar so tun, als ob das, was der Spiegel uns zeigt, nicht wir selbst wären. Wir können aber auch beginnen, bewusst in diesen Spiegel hineinzublicken, um die Programme in uns selbst zu erkennen. Und dann können wir damit beginnen, diese Programme aufzulösen. Ein und dasselbe Ereignis kann im Katoptron gänzlich unterschiedliche Gestalten annehmen. Das Katoptron ist eben nicht nur ein äußeres Ereignis, sondern das Ereignis plus die dazugehörige Interpretation. Wenn wir das verstanden ha- 62

en, wissen wir, was das Katoptron ist. Schauen wir uns die Sache in zwei kurzen Szenen einmal an. Szene 1: Ein Mann schenkt, von Herzen kommend, einer attraktiven Frau einen Strauß roter Rosen. Die Frau ist von diesem Geschenk berührt. Sie umarmt und küsst den Mann. Szene 2: Derselbe Mann schenkt, von Herzen kommend, derselben Frau einen Strauß roter Rosen. Die Frau reagiert aber misstrauisch und gereizt. Sie nimmt das Geschenk nicht an, dreht sich um und geht. Der Mann bleibt mit seinem Rosenstrauß in Händen irritiert zurück. In beiden Szenen ist das äußere Ereignis dasselbe. Doch die Art, wie die Frau das Rosengeschenk persönlich wahrnimmt und interpretiert, ist in den beiden Fällen völlig konträr. Daher entstehen gänzlich unterschiedliche Katoptrone. In der Szene 1 gestaltet sich das Katoptron harmonisch und fließend. In der Szene 2 werden aber in der Frau Störprogramme aktiv. Das Rosengeschenk erinnert sie an ein schmerzhaftes Erlebnis mit einem anderen Mann. Sie projiziert ihren eigenen Schmerz auf jenen Mann, der gerade vor ihr steht. Auch dieser Mann mit seinen Rosen in der Hand trägt ein Störprogramm in sich. Da er schon mehrmals von Frauen zurückgewiesen worden ist, hat er Angst, dass es auch diesmal so sein wird. Seine negative Erwartung verstärkt das Störprogramm in der Frau. Beide Störprogramme gehen miteinander in eine starke Resonanz. Diese Resonanz zweier Störprogramme erschafft das spannungsgeladene Katoptron. Die übliche Reaktion auf solch eine Spannung besteht in einer Fortführung der Projektionen. Üblicherweise wird der Mann diese Frau als „unfair“, „liebesunfähig“, „neurotisch“ usw. bezeichnen. Die Frau wiederum wird ihrer Freundin beim nächsten Treffen über diese „plumpe Anmache“ von einem Mann erzählen, der „gar nicht ihr Typ“ war, usw. Doch diese Fortführung der Projektionen bringt niemanden weiter. Das Programm, das vom Katoptron gespiegelt wurde, bleibt in beiden aktiv und wird sich fortwährend wiederholen. Eine nachhaltig erfüllende Liebe, nach der sich in Wahrheit beide sehnen, wird daher ein unerfüllbarer Wunsch bleiben. Wir sollten Folgendes wissen: Jedes spannungsgeladene Katoptron ist eine Urkraft, die Heilungsprozesse in Gang bringen will. Jedes spannungsgeladene Katoptron spiegelt jedem der Beteiligten innere Störprogramme wider. Jedes spannungsgeladene Katoptron ist eine Aufforderung des Lebens, sich diese Störprogramme anzusehen und sie aufzulösen. Wir alle tragen Störprogramme in uns. Diese Störprogramme sind häufig religiös motiviert, selbst wenn uns das gar nicht bewusst ist. Religiös implantierte Programme sind vor allem Schuldthemen sowie sexuelle Blockaden. Im Christentum gibt es beispielsweise den Glaubenssatz, dass jeder Mensch schuld daran wäre, dass Jesus vor 2000 Jahren qualvoll am Kreuz gestorben ist. Ein anderer christlicher Glaubenssatz ist der von der „unbefleckten Empfängnis“. Jesus wurde demnach nicht durch Sex gezeugt, weil Sex etwas „Sündhaftes“ sei, sondern „unbefleckt“ und somit rein. Schuld und sexuelle Blockaden sind sehr mächtige kollektive Programme. Diese kollektiven Programme wurden von wahr- 63

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