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OMNIA Nr. 15

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Herzstück: Partnerschaft - Wie können wir glücklich gemeinsam leben?

Dezember 2019 –

Dezember 2019 – Ausgabe #15 Der Liebe eine Chance geben Eine lange Zeit in meinem Leben dachte ich, ich müsste mich anstrengen, um geliebt zu werden – ganz sicher Relikte oder Blockaden aus der Kindheit oder aus früheren Leben. Die Annahme, alles allein schaffen zu müssen, selbstständig, unabhängig zu sein, hatte ich stark verinnerlicht. Das führte dazu, dass ich aus meinem Hamsterrad als berufstätige, alleinerziehende Mutter von vier Kindern lange nicht herauskam. Irgendwann kam der Punkt, an dem mir klar wurde, dass ich etwas verändern muss, um glücklich zu sein. Nach zwei schweren Erkrankungen wurde der Wunsch immer stärker, für mich da zu sein, und gleichzeitig wurde mir bewusst, dass ich gerne den Rest meines Daseins mit einem liebevollen Partner verbringen wollte. Also wartete offensichtlich etwas darauf, von mir entdeckt und in Angriff genommen zu werden. Meine Scheidung lag fast zwanzig Jahre zurück und ich hatte mich mehr oder weniger damit abgefunden, mein Leben allein zu gestalten, für meine Kinder und Enkelkinder da zu sein und allein oder mit Freundinnen zu verreisen. Doch immer wieder tauchte die Frage auf: Wie würde mein Leben aussehen, wenn ich den Mut hätte, zu meinen wahren Bedürfnissen zu stehen? Wer sehnt sich nicht nach Liebe, Nähe, Zärtlichkeit, Zuverlässigkeit und Geborgenheit, nach einem Menschen, an den man sich anlehnen kann? Ich machte mich also daran, diesen Wunsch zu realisieren, und meldete mich bei einem Dating-Portal an. Es reichte mir also nicht mehr, nur darauf zu hoffen, dass das Universum mir einen Mann ins Haus bringt, dass ich ihm zufällig in der Warteschlange im Supermarkt begegne oder er sich auf einer Parkbank neben mich setzt. Ich nahm die Verwirklichung meines Wunsches selbst in die Hand! Dabei ließ ich das, was ich in vielen Ratgebern gelesen hatte, beiseite. Ich versteifte mich nicht darauf, durch Visualisieren meinen Traumpartner in mein Leben zu ziehen, und ließ auch das Gesetz der Anziehung mal so stehen. Eine Aussage von Jane Fonda machte mir Mut: „Es ist nie zu spät, von vorne anzufangen, nie zu spät, glücklich zu 22

Folge deinen Impulsen, setze Ideen um, komme in die Tat, gestalte dein Leben und vertraue auf deine Schöpferkraft! sein“. Immerhin war ich damals schon älter als 60 Jahre ... Meine optimistische Einstellung half mir über anfängliche Unsicherheiten hinweg, nicht mehr attraktiv genug zu sein. Ich hatte in diesem Zusammenhang schon einige Zeit damit verbracht, an meiner Selbstliebe zu arbeiten, und begonnen, mich selber wertzuschätzen. Beides ist zwar immer wieder mal Thema, aber so weit gelöst, dass ich mich nicht mehr permanent hintanstelle. Ich wollte nämlich endlich mich selbst erkennen, mit allen Potenzialen und Wünschen, und so gesehen werden, wie ich bin. Und ich wollte endlich die Frau sein, die ich im tiefsten Herzen immer schon war. Was war mir wichtig? Ich wollte einen Partner mit ähnlichem kulturellem Bezugsrahmen, er sollte klug, freundlich und einfühlsam sein und mir auch von seinem äußeren Erscheinungsbild her gefallen. So öffnete ich meine Herzenstüren und bat die geistige Welt, mit der ich in regem Kontakt bin, um Hilfe und Unterstützung, meinen Traumpartner zu finden. Das klappte nicht auf Anhieb, denn ich durfte erstmal herausfinden, was mir wirklich wichtig ist und was ich unter gar keinen Umständen mehr will. Ich bin den Männern dankbar, die ich unterwegs traf und die mir durch das, was sie mir aufzeigten, meinen Weg gewiesen haben, auch wenn es kein anhaltendes Interesse oder keine Übereinstimmung gab, um eine Partnerschaft zu leben. Liebe kommt aus dem Herzen und nicht aus dem Verstand, und so begegnete mir, vielleicht durch göttliche Fügung, ein wunderbarer Mann. Er sei gerade dabei, eine andere Frau zu treffen, schrieb er mir auf meine Anfrage und bedauerte, meinem Wunsch nach einem Kontakt nicht entsprechen zu können. Ich nahm es zur Kenntnis, dass er nicht zweigleisig fahren wollte, und akzeptierte es, weil es eine ehrliche Auskunft war. Dennoch gab es etwas in mir, eine Intuition gewissermaßen, die mich dazu veranlasste, ihm noch einmal zu schreiben und ihm vorzuschlagen, sich einfach mal auf einen Kaffee zu treffen, weil ich mich oft in seiner Heimatstadt aufhielt. So verabredeten wir uns nach einigem schriftlichem Austausch in einem Café. Es brauchte nicht vieler Worte, als wir uns begegneten. Es war eine Art Déjà-vu. Ein plötzliches Leuchten in den Augen, eine unerklärliche, auf einmal gefühlte Nähe, ein mystischer Moment. Welche Perspektive hatten wir für eine gemeinsame Zukunft? Zwei Menschen, er damals 78 Jahre alt, ich 68, die bereits ein gelebtes Leben mit vielen Auf und Abs hinter sich hatten. – Wir wagten den Neuanfang! Seit nunmehr zweieinhalb Jahren sind 23

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