Aufrufe
vor 11 Monaten

OMNIA Nr. 15

  • Text
  • Lebens
  • Erde
  • Balance
  • Woorkbook
  • Ritual
  • Heilung
  • Betz
  • Partnerschaft
  • Seele
  • Wellness
  • Omnia
  • Beziehung
  • Erde
  • Energie
  • Menschen
  • Liebe
Herzstück: Partnerschaft - Wie können wir glücklich gemeinsam leben?

Dezember 2019 –

Dezember 2019 – Ausgabe #15 chen Dinge. Wir reagierten nicht gleich ... Ich bin zum Beispiel eine Frühaufsteherin, er nicht. Mindestens zwei Jahre lang hatte er so eine Traurigkeit an sich, dabei dachte ich mir nicht: „Oh, er ist depressiv, ich muss gehen ...“, sondern ich sprach ihn an und fragte ihn, ob er okay ist, ob ich etwas tun kann. Wenn er verneinte, dann war es für mich erledigt, und ich konnte weiter kreieren. Einmal machte er dieses „depressive Ding“ einige Tage lang, dann fragte er mich, ob ich nicht aufhören könne, so glücklich zu sein. Und ich sagte „Nein!“ Er antwortete: „Weißt du, wie schwer es ist, traurig zu sein, wenn du mit jemandem zusammenwohnst, der so glücklich ist?“ Wir mussten beide lachen. Das war verrückt! Aber wir gaben uns selbst nie wegen der anderen Person auf, wir urteilten nicht übereinander und wir mochten uns wirklich sehr. Ich glaube, das ist die Basis einer guten Beziehung. Wie habt ihr es geschafft, einander nicht zu bewerten und übereinander keine Urteile zu fällen? Brendon: Aufhören zu urteilen ist wirklich eine Wahl, die du treffen musst. Denn Bewertungen kreieren nichts Größeres, sie nehmen dir etwas weg. Wir beide waren unser ganzes Leben lang sehr gut darin, uns selbst zu bewerten, also begannen wir mit der Anerkennung dessen, was wir einander gaben. Dabei erkannten wir, dass wir so viele Dinge in uns noch nicht anerkannt hatten! Was ich daraus gelernt habe, ist Folgendes: Wenn ich mit jemandem zusammen sein will, möchte ich den anderen größer machen! Ich möchte etwas zu seinem Leben beitragen. Und zu bewerten, über ihn zu urteilen, ist kein Weg, etwas beizutragen. Beginne das zu sehen, wofür du der Person dankbar bist, nicht das, was sie nicht tut, was du erwartest. Schau dir an, warum du mit dieser Person zusammen bist und wofür du dankbar bist. Das bringt dich in eine gute Energie. Fange an, dich auf das zu konzentrieren, was du mehr kreieren möchtest, und nicht auf das, was du erwartest, wie jemand zu sein hat. Das funktioniert nämlich nicht. Simone: Im Gefühl der Dankbarkeit gibt es keine Bewertung. Ich war sehr dankbar, dass Brendon in mein Leben gekommen ist. Ich war sehr, sehr gut darin, Männer in mein Leben einzuladen, die mich und meinen Körper bewerteten. Die gleichen Urteile, die ich über mich hatte, die habe ich dort wieder angetroffen. Brendon war der erste Mann, der freundlich und fürsorglich war, was ich mir bis dahin nicht erlaubt hatte zu empfangen. Also war Brendon einfach er selbst und nur das, es ging nicht ums Geld, ums Aussehen ... ich war einfach nur dankbar, neben ihm aufzuwachen. Das Schönste war, mit ihm gemeinsam ins Bett zu gehen – nicht etwa, um Sex zu haben, sondern es war die Energie, die er und sein Körper für mich waren, für die ich wirklich dankbar war. Er hatte keine Bewertung mir oder meinem Körper gegenüber, und das ist eine unglaubliche Energie, die du empfangen kannst, wenn du sie empfangen möchtest. Brendon: Wenn Menschen bewerten, laden sie andere Menschen in ihr Leben ein, die genau diese Urteile über sie haben. Wenn du Bewertungen zu deinem Körper hast, wirst du jemanden einladen, der diese Urteile über deinen Körper hat, um dir zu beweisen, dass du recht hast. Du kommst aus diesem Kreislauf nie heraus, weil du bewertest dich, und dann verurteilst du dich, weil du über dich geurteilt hast. Du drehst dich im Kreis und kreierst nichts Neues. Simone, du hast das Wort „Verletzlichkeit“ verwendet. Für viele Menschen ist es schwierig, sich verletzlich zu zeigen, auch wenn sie in einer Beziehung sind. Wie kann man die Barrieren in einer Beziehung fallen lassen und vertrauen? Simone: Was die Verletzlichkeit betrifft, kann ich jedem nur eines sagen: Es ist nichts verkehrt mit dir! Es war nie etwas falsch mit dir! Und wenn irgendjemand dich falsch macht, dann lauf davon! Mache dich selbst nicht falsch! In einer Beziehung musst du Verletzlichkeit zeigen, damit du einlädst, mit dir zu spielen. Aber manchmal baut man Barrieren, nur baut man damit nichts Größeres. Wenn du bereit bist, alle Barrieren herunterzufahren und du selbst zu sein, wenn du bereit bist, dich verletzlich zu zeigen, dann ist es immer ein Ausdruck von: „Hey, ich bin hier! Was jetzt?!“ Wir bauen eher gegenseitig Erwartungen auf, als uns so zu zeigen, wie wir sind. Und Frauen vergessen oft, dass Männer genauso nervös sind wie sie selbst ... Als Brendon in dein Leben kam, wusstest du relativ wenig von ihm, zum Beispiel wusstest du nicht, dass er auch Schulden mit in die Beziehung brachte. Du warst damals schon eine erfolgreiche Businessfrau und hast ihm dann deine Finanzen als Arbeitsfeld übergeben. Beide habt ihr daraufhin ein Vermögen verdient. Was gab dir dieses Vertrauen? Simone: Es war nicht so, dass ich ihm vertraute, ich vertraute mir! Ich vertraute mir in meinem Wissen, dass dieser Mann intelligent genug ist, dass er etwas noch Größeres kreieren konnte. Ich erwartete es nicht, er hatte immer noch die Wahl. Ich war bereit hinauszugehen und viel Geld zu verdienen und ihn damit wirtschaften zu lassen. Ich musste bereit sein für die Möglichkeiten, dass er viel Geld verlieren oder aber noch mehr Geld kreieren 16

könnte. Das war’s. Du kannst nicht auf ein Ergebnis vertrauen. Aber ich vertraute mir genug in meiner Einschätzung, dass er definitiv fähig war und dass er es wählen konnte. Und er wählte es. Deshalb kreierten wir gemeinsam ein großes Vermögen. Simone erzählt, dass sie sich trotz allem vor zwölf Monaten getrennt haben. Simone: Wir haben immer gesagt, dass, falls es aus irgendwelchen Gründen doch nicht funktioniert, wir uns fragen, ob wir erledigt haben, was wir gemeinsam tun wollten. Die Trennung war nicht das Einfachste auf der Welt, aber trotzdem weiß ich, dass Brendon sich wünscht, dass ich jeden Tag noch größer erlebe, und ich wünsche es ihm. Brendon, im Buch schreibst du, dass eine bewusste Beziehung drei Dinge haben muss: guten Sex, einen finanziellen oder anderweitigen Ausgleich und die Einstellung, den anderen tun zu lassen, was er möchte. Sind das wirklich die wichtigsten drei Dinge? Brendon: Das ist ein Anfang, auf dem du aufbauen kannst. Es ist nicht die ganze Beziehung. Wenn aber diese drei Dinge nicht erfüllt sind, stellt sich oftmals heraus, dass es einfach nicht funktioniert. Die drei Fragen sind: Ist diese Person gut im Bett? Wenn du in diesem Bereich keinen Spaß hast, ist deine Beziehung dann überhaupt Spaß? Wird sie mich tun lassen, was auch immer ich will, und werde ich sie tun lassen, was auch immer sie will? Diese Fragen lösen die Situationen auf, in der du sie verändern willst und in der sie versuchen wird, dich zu ändern. Es gibt dann keine Erwartungen mehr. Das ist ein wichtiger Punkt. Wird sie finanziell etwas beisteuern, bedeutet: Wird sie eine Energie in mein Leben bringen, die es mir erlaubt, so kreativ zu sein, wie ich nur sein kann? Was, glaubt ihr, sind die Dos und Don’ts in einer Beziehung, in der gemeinsam kreiert wird? Brendon: Erwarte nicht, dass irgendjemand, mit dem du heute in einer Beziehung bist, morgen anders sein wird. Erwarte nicht, dass er in zehn Jahren irgendwie anders sein wird als heute – er wird genauso sein wie heute. Das ist ein großes Don’t! Ein Do wäre: Zerstöre und unkreiere jeden Morgen die Beziehung mit der Person, wie sie gestern war, dann kannst du den Tag neu beginnen. Alles, was ihr gestern gemeinsam hattet, so wie ihr es gestern hattet, wird zerstört und unkreiert – es ist erledigt. Heute ist ein neuer Tag. Damit gehst du in deiner Partnerschaft immer weiter vorwärts. Und diese Energie macht Spaß! (Anm. der Redaktion: Etwas „zerstören und unkreieren“ ist ein Werkzeug von Access Consciousness®, um die Energien unmittelbar zu reinigen und Platz für Neues zu schaffen. Mehr dazu kannst du in der Omnia Nr. 9 nachlesen.) Simone: Ich möchte jeder Frau, die in einer Beziehung ist, zwei Tipps geben. Nummer 1: Gib deinem Mann Raum ... Wenn bei Brendon etwas los war und ich es spürte, dann konnte ich es nicht ignorieren, aber ich fragte ihn: „Ist alles in Ordnung, kann ich etwas für dich tun?“ Wenn er nein sagte, ging ich und ließ ihn alleine. Die meisten Frauen fangen dann an, sich zu fragen, was sie falsch gemacht haben, und glauben, es geht um sie. Es geht aber nicht um sie! (...) Du musst dem Mann, mit dem zu zusammen bist, seinen Raum geben, oder zu zerstörst die Beziehung. Nummer 2: Viele Frauen sprechen zwischen den Zeilen, und sie erwarten vom Mann, dass er weiß, wovon sie sprechen. Aber Männer denken: „Kannst du mir bitte nur sagen, was du willst?“ Und Frauen denken: „Warum weiß er nicht, was ich will?“ – Sie wissen es nicht! Du musst es einfach sagen! Deine Beziehung würde viel besser funktionieren, wenn du deutlich sagen würdest, um was du bittest. Wenn du eine großartige Beziehung kreieren willst, dann musst du ehrlich sein mit dem, was du sagst, und darfst nicht zwischen den Zeilen reden. Der Mann möchte abliefern, also ist das alles kein Problem! Vielen Dank für das schöne Gespräch! Lesetipp Beziehung. Bist du sicher, dass du eine willst? Von Simone Milasas und Brendon Watt Access Consciousness Publishing 2019 € 23.80 Das ganze lustige Interview und noch mehr Tipps findest du in unserem Blog! Anschauen: omnia-magazin.com/blog Interessieren dich die Access Consciousness ® -Tools? Dann hol dir die Omnia Nr. 9 mit dem Interview mit Susanna Mittermaier. Sie erklärt darin einige wertvolle Tools, und du kannst danach gleich mit der Technik beginnen. 17

Sammlung

OMNIA Nr. 15
Omnia Nr. 13
OMNIA Nr. 12
OMNIA Nr. 1
© Copyright - Omnia AG 2018
IMPRESSUM    |    AGB    |    DATENSCHUTZKLÄRUNG