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OMNIA Nr. 12

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In dieser Omnia erfährst du, wie du Glücksgefühle im tristen Alltag entwickelst und dadurch deiner Seele Raum gibst, wie du es schaffst, loszulassen und dadurch deinen Träumen näherkommst, wie du Utopien entwickelst und auch bei Gegenwind an ihnen festhältst. "Dream Big" ist nicht nur eine nette Phrase, sondern deine neue Welt! Mit Beiträgen von Alexander Maria Faßbender, Susanne Hühn, Sabine Wolf u.v.a.

November 2018 –

November 2018 – Ausgabe #12 „Gradido“ bedeutet Gratitude - Dankbarkeit Dignity - Würde Donation - Schenken Natürlich gibt es eine Alternative! – Ein Geld- und Wirtschaftssystem, das nicht mehr auf Krieg – entweder du gewinnst oder ich – aufgebaut ist, sondern auf Liebe. Das ist keine Illusion, denn vor 2000 Jahren hat auch schon einer gesagt „liebt einander“. Wir Menschen glauben oft blauäugig, dass alles kaputtgehen würde, wenn wir liebevoll miteinander umgehen würden. Aber wenn wir die ganze Energie, die sonst in Kriege fließt, für unseren Planeten einsetzen würden, könnte daraus wieder das Paradies entstehen. Könnt ihr mir in zehn Sätzen Gradido erklären? Bernd: Gradido ist ein Geld- und Wirtschaftssystem, das von der Natur abgeschaut ist. Das alte System hingegen ist ein Schuldgeldsystem: Für jeden Euro Guthaben müssen andere dieselbe Menge Schulden haben. Somit gibt es immer ein paar wenige Gewinner und ganz viele Verlierer. Bei Gradido aber entsteht das Geld durch jeden Menschen. Wir nennen das die „Dreifache Geldschöpfung durch das Leben“. Für jeden Menschen wird ein „Aktives Grundeinkommen“ geschöpft. Gleichzeitig entsteht ein Staatseinkommen, das ohne Steuern und Schulden auskommt, und ein Ausgleichs- und Umweltfonds (AUF), um unsere Erde wieder in ein Paradies zu verwandeln. Wenn der Gradido eingeführt ist, werden nur noch umweltfreundliche Geschäftsaktivitäten stattfinden, denn die anderen werden sich nicht mehr lohnen, weil sie keine Zuschüsse erhalten. Der Grundsatz für die Verteilung aus dem AUF lautet: „Für das Leben!“ Das heißt, jeder Mensch besitzt allein aufgrund seiner Geburt ein Recht auf Geld? Bernd: Genau. Wir nennen es „Bedingungslose Teilhabe“. Im Gegensatz zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ bevorzugen wir das Aktive Grundeinkommen, denn es geht uns darum, dass der Mensch das Recht hat, sich mit all seinen Fähigkeiten und Talenten einzubringen. Die Gemeinschaft kann also nicht sagen: „Was du machst, interessiert uns nicht.“ Wenn jemand also teilhaben will, dann soll er das tun. Wenn jemand zum Beispiel Musiker ist, darf er sich einbringen, indem er Musik macht. Und wenn er noch nicht so gut ist, dann bekommt er einen Lehrer oder einen Coach. Jeder soll in seinem Potenzial gefördert werden. Das gesamte Interview findet ihr auf unserem Blog und auf Youtube! Margret: Die Dinge, die ich gerne tue, erledige ich meistens ganz selbstverständlich, und das wird beim Gradido wertgeschätzt. Egal, was es ist. (...) Kinder wollen sich auch oft einbringen, oder alte Menschen. Wir haben da so viel Potenzial brachliegen! Allein mit dem Geld-verdienen-Müssen geht so viel Energie verloren, dass wir unsere eigentliche Lebensaufgabe, unseren Auftrag, oft gar nicht mehr erfüllen können. Grundgedanke des Aktiven Grundeinkommens ist, uns die Teilhabe gegenseitig zu schenken. 44

Die Fakten NEUE PFADE Gradido wird seit beinahe zwanzig Jahren von Bernd Hückstädt und Margret Baier entwickelt. Aus ihrer Vision entstanden bisher (u. a.) ein Botschafter-Netzwerk und eine Internet-Akademie. Derzeit sind über 4000 Menschen mit der Co-Kreation dieses Wirtschaftsmodells beschäftigt. Neben den Prinzipien der Natur ist der Grundgedanke das „Dreifache Wohl“: das Wohl des Einzelnen, das Wohl der Gemeinschaft und das Wohl des großen Ganzen. Jeder ist eingeladen, sich einzubringen und das Modell in der Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Mehr Infos: gradido.de Foto: Shutterstock Für mein monatliches Grundeinkommen von 1000 Gradido (entspricht 1000 Euro), müsste ich zwei Stunden am Tag meine Talente einbringen. Kann ich auch gar nichts leisten? Bernd: Wenn jemand gar nichts leisten will, dann hat er eventuell so viele Verletzungen in seinem Leben erfahren, dass er im Moment nicht weiß, was er leisten könnte, denn es gibt ja eigentlich nichts Schöneres, als sich mit seinen Gaben einzubringen. Das bedeutet, wir müssen ihn auf einer anderen Ebene ansprechen, bis er wieder Begeisterung für etwas findet, das er dann einbringen kann. Muss ich denn das Grundeinkommen überhaupt in Anspruch nehmen, wenn der Wirtschaftskreislauf ganz normal weiterläuft? Margret: Nein, das ist freiwillig. Das Grundeinkommen ist ideal für jene Menschen, die sich zum Beispiel umorientieren möchten oder in ihrer bisherigen Tätigkeit ausbrennen. Bernd: Oder es ist für bestimmte Lebensphasen, zum Beispiel, wenn man Eltern wird. Die Arbeit einer Mutter ist immer eine Leistung für die Gesellschaft. Eine Mutter mit drei Kindern hat also 4000 Gradido pro Monat zur Verfügung. Das bedeutet, es wird keine Unterhaltsprobleme mehr geben. Gemäß dem Naturprinzip der Vergänglichkeit soll jedes Guthaben innerhalb eines Jahres fünfzig Prozent weniger werden. Wie schaffe ich dann Sicherheiten? Bernd: Der Kreislauf von Werden und Vergehen sorgt dafür, dass die Gesamtmenge des Geldes konstant bleibt. Aber wir haben ganz tolle Möglichkeiten der Geldanlage entwickelt, damit man trotzdem sparen kann. Ein Kredit zum Beispiel funktioniert dann ohne Zinsen, weil es sehr viele Angebote geben wird. Und ich bin dann viel freigiebiger, investiere zum Beispiel in Start-Ups, weil ich das Guthaben sonst ohnehin verlieren würde. Im alten System schafft jeder Kredit Guthaben und Schulden gleichzeitig. Bei Gradido kommt jedoch nicht mehr Geld zustande. Es gibt keine Finanzblasen, weil nichts künstlich vermehrt wird. Alles ist in einem gesunden Fluss. (...) Es gibt auch weniger Belastungen für alle – den Unternehmer, Arbeitnehmer und Selbstständigen–, weil keine Steuern, keine Abgaben etc. mehr existieren. Denn Staatshaushalt und AUF entstehen, wie das Grundeinkommen, durch die „Dreifache Geldschöpfung“. Von jedem von uns wird so eine große Last abfallen, wir werden aufatmen und uns wieder darum kümmern, dass jeder Mensch besser leben kann, weil jeder Mensch ein wertvoller Teil der Gesellschaft ist. (...) Gradido ist im Prinzip so einfach, dass jedes Kind das System versteht. Es geht um ein Miteinander, um ein Plussummenspiel. Margret: Mit dem Thema Geld, Geld verdienen und Sicherheit sind sehr viele Emotionen und Ängste verbunden, die schon seit Generationen in uns eingepflanzt sind. Das wirklich einmal loszulassen und es zu wagen, Neues anzugehen, ist unsere größte Herausforderung. Wie könnte Gradido umgesetzt werden und wo könnte es stattfinden? Bernd: Wir wissen nicht, welches Land dafür besonders geeignet wäre, und spekulieren auch nicht darauf. Im Moment entwickelt sich das Botschafter-Netzwerk sehr gut, das heißt, jeder kann ein Botschafter werden und sich damit zusätzlich finanziell etwas aufbauen. Das Finanzielle sollte jedoch nicht primärer Anreiz sein. Margret: Ich glaube, der erste Schritt ist, sich einmal selbst zu fragen: Wie würde mein Leben aussehen, wenn es Gradido bereits geben würde? Sich selbst erlauben, zu träumen, den Mut zu haben, selbst in die Vision zu kommen. Und dann ... Bernd: Weitererzählen! Das Schöne ist, dass du in der Vision in die perfekte Vorstellung gehen kannst: Wie wäre es, wenn fünfundneunzig Prozent der Probleme der Welt gelöst wären? Wie wäre es, wenn ich frei atmen könnte, weil Geld verdienen Nebensache ist? Wichtig ist, dass die Idee Gradido in die Welt geht. Wenn wir dann eine kritische Masse erreicht haben, werden sich auch Politiker dafür interessieren. (...) Es kann sein, dass es plötzlich einfach „Schwupp“ macht (schnippt mit den Fingern) und es in einem Land oder in vielen Ländern in die Tat umgesetzt wird. Wir wissen es nicht. Ich glaube, da gibt es eine höhere Intelligenz, die am Wirken ist. Wir dürfen uns also führen lassen und mithelfen. Ich danke euch sehr für das Interview und wünsche euch ganz viel Erfolg! 45

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