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OMNIA Nr. 11

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August 2018 – Ausgabe

August 2018 – Ausgabe #11 Raus aus der Komfortzone! Leben ist stetige Veränderung. Wie du ganz bewusst deine Möglichkeiten erweiterst und Schritt für Schritt aus deiner Komfortzone kommst. Wo fängt die Komfortzone an? Die Komfortzone ist alles, was du schon kennst. In dieser Zone fühlst du dich wohl. Alles ist dir vertraut. Der Puls läuft auf Normalbetrieb, deine Sensoren sind auf gemütlich eingestellt. Das ist der Zustand, in dem dich nichts Unvorhergesehenes aus der Bahn werfen kann. – Und wenn es trotzdem geschieht, dann ist Wachstum angesagt, denn alles, was außerhalb dieser Zone liegt, ist der Bereich, der uns sich weiterentwickeln lässt. Hier feilen wir an unserer Persönlichkeit, entdecken neue Seiten an uns, erweitern unsere Kompetenzen, zum Beispiel jene, Probleme zu lösen, wir erleben unsere eigene Vielfältigkeit, werden flexibel, gewinnen an Ausdauer und Zielstrebigkeit, und da- Wir alle haben unser angestammtes Revier, das uns so vertraut ist: die immer gleichen Gewohnheiten, Rituale, Verhaltensweisen und Ansichten, die immer gleichen Feierabende, Wochenenden, vielleicht sogar Urlaube. Neuen Aufgaben stehen wir kritisch gegenüber, denn zu groß scheint die Gefahr, ihnen nicht gewachsen zu sein. In einen neuen Fitnesskurs zu gehen, würde bedeuten, neue Bewegungen lernen zu müssen, und wer weiß, ob das der Körper schafft. Also besser zu Hause bleiben und spazieren gehen. Dinge anzupacken, die abseits der bekannten Routinen liegen, kommt einfach nicht infrage. Zu groß ist die Angst, zu stark sind die Zweifel, zu neu ist das Vorhaben. Dabei ist es vor allem das eigene Gehirn, das uns in den altbekannten Strukturen hält, die es als „finde ich gut“, „ich weiß, wie es ausgeht“ und „so ist es richtig“ klassifiziert. Alles, was diesen Rahmen sprengt, ist ein realer Kraftaufwand. Man benötigt Kraft und Energie, um erstens diese Hirnschranke zu überwinden und sich zweitens überhaupt dem eigentlichen Thema zu stellen. Bleibst du, weil du glücklich bist? Oder bist du nur in deiner Komfortzone? mit steigt auch das Selbstbewusstsein, das wir genau in dieser Zone aufbauen und vergrößern. Wer immer nur in der eigenen Komfortzone lebt, hat keine neuen Herausforderungen zu bewältigen, doch damit bleibt auch sein Selbstverständnis in den gewohnten Schranken – und die Zuversicht ebenso, denn sie muss sich erst gar nicht entwickeln. „Ich kann mir nicht vorstellen, draußen in der Natur in einem Zelt zu schlafen. Allein der Gedanke weckt Panik in mir, obwohl es eigentlich lächerlich ist, wenn man es mit dem vergleicht, was ich jeden Tag tue.“ – Elisabeth, 54 Jahre alt, Geschäftsführerin eines großen Unternehmens Jeder Mensch definiert seine Komfortzone anders. Wer beruflich sehr oft Neues tun und über die eigenen Grenzen gehen muss, strebt im Privaten meist nicht nach Entwicklung, weil der Energieaufwand zu groß wäre, um auch hier die Grenzen zu erweitern. Foto: Shutterstock 74

KIND SEIN Fünf Gründe, warum du in deiner Komfortzone bleibst: 1. Bequemlichkeit Wie groß ist dein Hemmschuh wirklich, wenn es darum geht, etwas Neues zu lernen? Wie viel Macht gibst du ab und hinderst dich damit selbst daran, zu wachsen? 2. Angst Wie rational ist sie im Bezug auf dein Projekt? Wie könntest du dich langsam herantasten? 3. Zweifel Von welchen Erfahrungen hält dich der Zweifel ab? Zweifel bedeutet „Zwei Fälle“: Es kann so oder so ausgehen. Der Zweifel hält dich davon ab, überhaupt aktiv zu werden. Sobald du es jedoch bist, hast du es in der Hand. 4. Risiko Prüfe: Wie real sind deine Ängste? Wie lebst du dein Leben und wie möchtest du es leben? 5. Unsicherheit Welche kleinen Schritte könnten dir helfen, dein Ziel zu erreichen? Viele Anteile von Angst, Zweifel und Bequemlichkeit bleiben auf der Strecke, sobald die Komfortzone größer wird. FünF Einfache Tipps, wie du am besten rauskommst: 1. Verändere deine Einstellung und beobachte deine Gefühle: Wie sieht deine Gefühlswelt aus, wenn du deine Komfortzone verlässt? Kannst du „es“ (das Kribbeln, die nassen Hände, Schweißausbrüche, Nervosität ...) als positive Aufregung anerkennen? Sei in der kindlichen Vorfreude auf das, was kommt! 2. Beschreibe dein persönliches Worst-Case-Szenario und frage dich, ob es wirklich so schlimm ist. Kannst du den Weg dorthin als Lernerfahrung positiv für dich verbuchen? Welche Erfahrungen könntest du machen (positive wie negative)? Willst du darauf wirklich verzichten? 3. Beschreibe dein persönliches Best-Case-Szenario und wie du dich dabei fühlen wirst. Was wird noch alles möglich, wenn du es erreicht hast? 4. Kannst du einzelne Schritte defi nieren, die dich aus deiner Komfortzone führen und dich daran orientieren? Wo möchtest du wachsen und Dinge in deinem Leben verändern? Mache einen Plan! 5. Hol dir Verbündete! Dadurch kann deine persönliche Grenzüberschreitung gleich viel einfacher für dich werden. Die Basis dafür, ob Grenzverschiebungen im Leben überhaupt als positiv wahrgenommen werden, wird in der Kindheit gelegt, das heißt in jeder Situation, in der man als Kind die Grenzen erweitert und die Lernprozesse durchlaufen hat. Geschah dies auf positive Art und Weise, wird das Leben als permanenter Wachstumsprozess akzeptiert. Scheitern oder Verlieren werden als natürlich empfunden und gehören zum Leben dazu. Sie sind Teile von Wachstum und kein Grund, in der Komfortzone zu bleiben. Wurde allerdings schon in der Kindheit die Wachstums- oder Lernzone zur Panikzone, das heißt das Kind in der neuen Situation überfordert, in seiner Person abgewertet oder zu wenig gefördert und unterstützt, wird es auch als Erwachsener dazu tendieren, in der Komfortzone zu verharren. Je größer die Überwindung ist, Neues in Angriff zu nehmen, desto größer sind die Verletzungen der Grenzen. Die Grenze des Möglichen ist für jeden Menschen die Panikzone, die über der Wachstumszone liegt. In Panik wird Lernen und Wachsen unmöglich. Geht man demnach zu schnell aus der Komfortzone heraus, zum Beispiel ohne entsprechende Vorbereitung (gedanklich oder körperlich) oder ohne Unterstützung (von außen oder aus den eigenen Erfahrungen), kann man sehr leicht in Panik geraten. Geschieht das öfters, wird man sich immer weniger aus der Komfortzone herauswagen und sich stattdessen dort ganz gut einrichten. Wenn jedoch kein Stein im Leben mehr auf dem anderen bleibt, werden wir in die eigene Entwicklung gezwungen. Dann ist es notwendig, einmal die eigenen Grenzen abzustecken, nach den Hintergründen zu fragen, warum man sich mit Veränderungen und Neuem schwertut, und nach Lösungen zu suchen, damit man den Schritt nach vorne aktiv und möglichst selbstbestimmt gehen kann. komfortzone wo Wunder geschehen Warum du deine Komfortzone erweitern solltest Das bringt’s: Erfolge Neue Erfahrungen Selbstvertrauen Selbstwert Glücksgefühle Zufriedenheit Persönliches Wachstum Neue Einstellung zum Leben Neue Möglichkeiten, zu leben 75

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