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OMNIA Nr. 11

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August 2018 – Ausgabe

August 2018 – Ausgabe #11 Im Körper wirken immer verschiedene Wirklichkeiten zusammen. Foto: Shutterstock 24

Das flüssige System „Geh nach Hause und fi nde heraus, was du wirklich tust.“ Mit diesem Satz begann meine Reise in das fl üssige System, eine Methode, die zu entwickeln ich niemals geplant hatte. Der Mann, der mich auf diese Reise schickte, war Hugh Milne, mein Lehrer in visionärer craniosacraler Arbeit, eine Sonderform der craniosacralen Osteopathie. Einige Jahre nach Abschluss meines Diploms hatte er mich im Rahmen eines Lehrersettings um eine Behandlung gebeten, die ich mit der festen Überzeugung durchführte, craniosacral zu (be)handeln. Nicht nur, dass ich aufgeregt war, den eigenen Lehrer zu therapieren, auch seine anschließende Frage verwirrte mich: „What was that?“ Mit wild klopfendem Herzen antwortete ich, es sei das, was ich bei ihm gelernt hätte. Doch er schüttelte unnachgiebig den Kopf und beharrte darauf, dass es etwas anderes sei. Etwas ratlos machte ich mich also auf den Weg, herauszufinden, was ich wirklich tat und welche Regeln ich dabei einhielt. Bis dahin war ich intuitiv dem gefolgt, was meine Patienten mir anboten und ich gelernt hatte. Dabei im Fluss zu sein und aus einem fließenden Zustand heraus zu (be)handeln und zu berühren, war nicht nur selbstverständlich für mich, sondern die einzige Möglichkeit, zu SEIN. Fragenreigen Die erste Frage, der ich mich stellen musste, war: Was ist der Unterschied zu anderen Körpertherapien? Die einzige Antwort, die ich finden konnte, war: die Qualität der Berührung. Was aber machte den Unterschied in der Qualität aus? Die zweite Frage war die nach meinem Ziel, und ihre Beantwortung war einfach: den ganzen Menschen zu berühren – vollständig. Denn eines wusste ich genau: Wenn das gelingt, ist alles möglich. Also begann ich, zu beobachten, zu analysieren, zu prüfen, zu verwerfen und dann alles wieder von vorne. Ich lauschte den Knochen, dem Gewebe, dem Herzen und den Worten meiner Patienten und versuchte, daraus die Kenntnisse abzuleiten, die ich brauchte, um den Unterschied meiner Art der Behandlung zu erklären. Präsenz, innere Stille, anatomische und physiologische Kenntnisse ergaben grundsätzlich keinen benennbaren Unterschied zu anderen sanften Körpertherapien, nur die Kombination verschiedenster Aspekte bot einen an. Für mich wirken im Körper immer verschiedene Wirklichkeiten zusammen. Dazu gehören Mechanik, Neurophysiologie, Organe, Biochemie, Physik und der Geist. Sie alle erschaffen eine Komposition, die komplexer ist als jede Sinfonie. Die dritte Frage war also, was die Verbindung zwischen der energetischen und materiellen Welt des Körpers sein konnte. Auch diese Antwort war naheliegend: Wasser. Wasser ist das Medium, das sowohl Information aufnehmen als auch verbreiten kann. Es ist das Medium, das sich häufig anders verhält, als wir es erwarten, und es enthält für mich den Zauber, der zu einer Welt des Staunens dazugehört. Faszinierende Welt des Wassers Seit ich denken kann, übt Wasser eine ungebrochene Faszination auf mich aus. Wann immer ich Wasser sehe, träume ich und lasse mich davontragen in ferne Welten, dorthin, wo das Wasser, das ich vor mir habe, vermutlich schon gewesen ist. Wie die meisten Menschen verbinde ich Wasser mit Sehnsucht und Ruhe, aber es ist noch viel mehr – es ist Teil unse- 25

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