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OMNIA Nr. 2

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Mai 2016 - Ausgabe #02

Mai 2016 - Ausgabe #02 Die Blumen 42 Was wächst denn da? Gärten gibt es viele, so unterschiedliche, wie es Menschen gibt. Doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind aufs Engste mit den Menschen verbunden, die sie pflegen, die zu diesen Gärten gehören. Die Pflanzen, die der Mensch braucht, so steht es schon in den alten Kräuterbüchern unserer Ahnen, kommen zu den Menschen in den Garten oder ans Haus. Es heißt dann nur achtsam sein, die Augen zu öffnen und zu sehen, was da wächst! Sich einen Augenblick Zeit nehmen, innehalten, betrachten und spüren, was die Pflanze einem sagen möchte. Dieses „Verstehen“ der Pflanzen trägt jeder in sich, vielleicht muss man es nur wieder üben und hervorkitzeln und der Eingebung, die dann kommt, vertrauen. Foto: Shutterstock - Katrin Schumann

NATUR RAUM in meinem Garten Selbst wenn wir es einmal nicht verstehen sollten, dann findet die Pflanze (oder das Leben) Mittel und Wege, damit wir verstehen. Pflanzen zeigen uns den Weg, machen uns klar, worauf es gerade jetzt im Leben ankommt. Dazu brauchen wir nur mit offenen Augen in unseren Garten zu gehen. Was wächst in unserem Garten? Was sehen wir, wenn wir die Pflanzen betrachten? Welche erscheinen in Massen, welche leuchten uns entgegen? Welche Pflanzen mögen wir und welche würden wir gerne loswerden? Es ist ein zusammenspiel Nehmen wir einmal die sogenannten Unkräuter, die Pflanzen, die wir in der Regel nicht so lieben, weil sie unsere Ordnung stören, sich da ansiedeln, wo wir sie nicht gerne sehen. Doch auch sie sind da, weil sie einen Nutzen haben, und sie laden uns ein zu ergründen, warum gerade sie jetzt da sind. Die Erde in unseren Breiten sorgt dafür, dass der Boden bedeckt ist. Das ist ihr oberstes Ziel, denn so schützt sie sich vor Austrocknung und Errosion. Dabei helfen ihr die Pflanzen, indem sie mit ihrem Wuchs den Boden bedecken, oder die Blätter im Wald, die für eine Mulchschicht sorgen. Im Garten und im Feld erfüllen diesen Zweck in erster Linie die „Unkräuter“. Das sind Pflanzen, die schnell wachsen und somit schnell Lücken füllen, offene Flächen bedecken. Im Grunde arbeiten wir mit vielen unserer Kulturmethoden gegen die Erde, indem wir den Boden künstlich offenhalten. Arbeiten wir allerdings mit der Natur, nach ihren Gesetzen, verstehen wir ihr Wesen und ihr Handeln, dann ist es leicht: Dann sorgt man im Garten dafür, dass der Boden mit Pflanzen bedeckt ist, die einem gefallen oder mulcht den Boden mit Rasenschnitt, bis die frisch gesetzten Pflanzen groß genug sind und selbst den Boden bedecken können. Dann ist das Ganze im Garten ein Kinderspiel, ein Miteinander, ein Zusammenarbeiten und -leben, bei dem sich alle wohlfühlen – die Pflanzen und vor allem der Mensch. errendenen über uns selbst? Als ich vor Jahren umgesiedelt bin und neu angefangen habe zu gärtnern, ging es darum, mein altes Leben, meinen 43

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