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OMNIA Nr. 2

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Mai 2016 - Ausgabe #02

Mai 2016 - Ausgabe #02 sondern gleich die Antwort, dass er die Popcorn bekommt, wenn er angezogen ist, akzeptieren. 24 WANN IST FAMILIENCOACHING SINNVOLL? • bei anspruchsvollen Kindern • bei Lernschwierigkeiten • in herausfordernden Lebensphasen (Kleinkinder, Teenager, Lehrstellensuche, Umzug, Geldsorgen, Partnerschaftskonflikte etc.) • als präventive Maßnahme, um neue Handlungsalternativen kennenzulernen • bei Diagnose Burn-out, zur Wiedereingliederung in die Familie oder als Unterstützung es dich wütend macht, weil du jetzt die Popcorn willst, aber warten musst. Lass deine Wut raus und vertraue darauf, dass du Popcorn essen kannst, wenn du angezogen bist. Ich lege Popcorn da hin, siehst du? Jetzt gehst du zu Mama, sie zieht dich an und dann holst du die Popcorn, okay?!“ Worum geht es in dieser Situation? Es geht darum, den Gefühlsausbruch anzuerkennen. Das Kind erhält nicht das, was es jetzt möchte. Gefühle sind berechtigt und dürfen gezeigt werden. Indem ich den Bub direkt auffordere, sie herauszulassen, muss er nicht noch mehr toben. Ich gebe ihm den Raum, den er jetzt braucht. Durch diese Auseinandersetzung, die damit endet, dass er nach seinem Tun die Popcorn bekommt, erfährt er Schritt für Schritt Vertrauen: In seine Emotion, die okay ist und die er zeigen kann und in die Erwachsenen, die Wort halten. Beim nächsten Mal wird er vielleicht gar nicht mehr toben, Ein Kleinkind hat andere Bedürfnisse als ein Teenager und eine Mutter andere als ein Vater. Jedes Familienmitglied bringt seine Vorstellungen, seine Kompetenzen und Gedanken ein, das alles macht Familie aus. Es gilt, die Stärken jedes einzelnen und innerhalb der Familie zu erkennen, die Schwächen untereinander zu akzeptieren und die Werte der Familie zu leben. Die Eltern als Erwachsene sind tonangebend, die Kinder vertrauen ihnen. Eltern definieren die Werte, nach denen sich alle zu verhalten haben, auch sie selbst. Wichtig ist, dass diese kontinuierlich sind und stetig vertreten werden. Darauf vertraut und baut das Kind – vom Kleinkind bis zum Teenager. Wenn die Stärken und Schwächen von allen Familienmitgliedern bekannt sind und akzeptiert werden, kann die Familie ressourcen- und lösungsorientiert gemeinsam durch das Leben schreiten. Wie läuft ein Coaching in der Familie ab? In der hier vorgestellten Form wird der Familiencoach durch Inklusion tätig, das heißt er ist für die Zeit seines Engagements in der Familie aktiv und erlebt mit ihnen den Alltag. Der Familiencoach ist durch die gleichberechtigte Teilhabe im Familienalltag wie ein Familienmitglied. Er unterstützt da, wo es Unterstützung braucht. Er Foto: Shutterstock

eobachtet Abläufe, Kommunikation und Reaktionen im Umgang miteinander und wirkt selbst darauf ein. Dadurch werden neue Handlungsabläufe und Reaktionen von allen Mitgliedern möglich. Es entstehen reale Alternativen im Umgang miteinander, die eingeübt und trainiert werden können. Allein der Austausch mit einem Fremden, der nicht zur Familie gehört, aber die Situation jetzt kennt, erleben viele Eltern als große Bereicherung. Sie erkennen zum Beispiel, dass sie es gut machen, dass es kein Richtig oder Falsch in der Erziehung gibt, sondern nur viele Möglichkeiten, aus denen sie die bestmöglichen wählen können. „Perfektion bekommt keine Kinder.“ T.S. ELIOT Unterricht nicht mithalten können oder verhaltensauffällig sind. Diese Erfahrung zeigt dem Kind, dass etwas mit ihm nicht in Ordnung ist. Zu oft werden sie dann von einer Therapie in die nächste geschickt und eine Therapiemüdigkeit stellt sich ein. Der Selbstwert des Kindes und auch der Eltern sinkt. Das kann sich im Rückzug oder in der totalen Verweigerung ausdrücken. In dieser Situation ist es schwierig, zwei Schritte zurückzugehen und die Basis in den Vordergrund zu stellen: die Familie. Wer ist diese Familie? Wer sind die Individuen dieser Familie? Wie können sich alle wieder begegnen, sodass es für jeden gut ist? Alle sind wertvoll und tragen ihren Teil zum Gelingen bei. Jeder hat auch den Wunsch, so angenommen zu werden, wie er ist. Familiencoaching setzt auf das Wesen des Einzelnen und gibt ihm Aufmerksamkeit und Wichtigkeit zurück. Dadurch wird der Familienkern wieder sichtbar und Zusammenhalt spürbar, weil neue Begegnungen möglich sind. Eliane Sütterle Das Spiegelbild der Eltern Kinder sind der Spiegel ihrer Eltern. Dieses Spiegelbild gibt den Eltern Hinweise auf ihren eigenen Umgang mit Wut, Aggression, Ängsten, Zurückweisung, Sorgen etc. Wenn sich Eltern darauf einlassen, können sie von ihren Kindern viel lernen. Erfahrungsgemäß wird dann das Zusammenleben für alle einfacher. In Zusammenarbeit mit dem Familiencoach werden die Situationen im Gespräch aufgearbeitet. Er reflektiert mit den Eltern deren Verhalten und ihre Kommunikation. Vor allem zeigt er auch, wie Ruhe bewahrt werden kann. Wichtig im Umgang miteinander ist immer eine klare, direkte Kommunikation in der Ich-Form und die Bereitschaft, die eigenen Gefühle auszudrücken. Oftmals werden Kinder in Therapien gesteckt, weil sie beispielsweise im EL’s ART Ihre Art sich zu fördern Eliane Sütterle Coach, NLP, Ausbilderin eidg. FA Zimlisberg 461 3255 Rapperswil/BE info@elsart.ch Mobile: 0041 79 743 88 29 www.elsart.ch ANZEIGE Ihre Art sich selbst zu fördern! Ich coache Ihre Familie und Sie selbst. Kurz-Timeout zur individuellen Förderung der ganzen Familie: MOF: Morgen-Fit – Entlastung in der Früh MIG: Mittag-Genießen – Entlastung beim Mittagessen FAL: Familien-Leben – Alltag beobachten, analysieren und gemeinsam agieren Prozessorientiertes Timeout / POT zur Begleitung im Alltag und über Nacht. Sich als Elternteil eine Oase schaffen und die Förderung des Kindes erleben! 25

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