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OMNIA Nr. 14

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September 2019 –

September 2019 – Ausgabe #14 Auszeit 08

Ein großer Wunsch der meisten Menschen ist es, Zeit zu haben. Zeit für sich. „Wenn ich Zeit habe, dann werde ich ...“, diese Worte sind uns nicht fremd. Dabei vergessen wir, dass wir die ganze Zeit mit uns sind. Warum also glauben wir, keine Zeit für uns zu haben? Foto: Shutterstock Wir werden im Alltag geprägt von Regeln und Normen. Sie geben uns den Rahmen für unsere Handlungen. Aber manchmal übernehmen wir Dinge, ohne sie zu hinterfragen. Wir haben zum Beispiel eine 40-Stunden-Woche und eine begrenzte Anzahl an Urlaubstagen. Natürlich ist es eine Errungenschaft, denn geregelte Arbeitszeiten sind gut, sonst würden wir noch mehr arbeiten. Es sind jedoch gerade diese Begrenzungen, die uns oftmals auch einengen. Je mehr wir diesen Regeln und Normen folgen, desto leichter sind wir auch zu kontrollieren. Wenn wir beginnen, dies alles zu hinterfragen, dann gelangen wir zu uns selbst, zu unseren wahren Bedürfnissen und tiefsten Wünschen. Eines Tages müssen wir dies tun, damit wir uns selbst erkennen. Wie wir das machen, lernen wir leider nicht in der Schule. Uns wird eher Folgendes beigebracht: „Wenn du eine Eins in der Schule hast, bist du gut, wenn nicht, na ja.“ Aber das ist eine Bewertung und sagt nichts über uns als Mensch aus. Jeder hat seine Fähigkeiten. Warum wird zum Beispiel im Kunstunterricht überhaupt eine Zensur vergeben? Ich dachte immer, Kunst liegt im Auge des Betrachters, und der berühmte Maler Wassily Kandinsky sagte einmal dazu: „In der Kunst gibt es kein Muss, Kunst ist frei!“ Frei machen bedeutet: heraus aus Strukturen. Nicht jeder hat seinen Traumjob. Viele arbeiten im Schichtsystem und körperlich wahrlich hart. Viele arbeiten zum Beispiel als Verkäuferin an der Kasse und müssen so manches über sich ergehen lassen. Dadurch übernehmen sie Verantwortung für sich, für die Familie, für die Miete, und einige spenden ihre freie Zeit sogar dem Ehrenamt. Und doch sind wir als Ganzheit zu betrachten, denn jeder Einzelne wirkt in der Gesellschaft. Ich bin dankbar über die Frau im Geschäft, die mich bedient. Und wenn wir alle Handlungen betrachten, die es braucht, bis ein Brötchen auf dem Tisch ist, wenn wir bedenken, durch wie viele Hände es entstanden ist, so wissen wir um die Verwobenheit von uns allen miteinander. Doch was hat das alles mit Auszeit zu tun? – Es sind die ganz praktischen Dinge im Alltag, die uns den Rahmen geben, in dem wir uns bewegen. Zu verstehen, dass man wichtig ist, egal, wo man sein Geld verdient, ist ein Teil der eigenen Identität. Und wenn man sich als Teil des Ganzen versteht, beginnt die eigentliche Spiritualität. Erst letztens sagte eine Frau zu mir: „Ich kann mich nicht im Alltag der Spiritualität widmen. Ich bin mit meiner Arbeit zu eingespannt. “ Ich antwortete, dass das Leben generell Spiritualität ist. Du bist geboren und aus zwei unterschiedlichen Kräften entstanden, das ist ein Wunder. Achte darauf, wie du handelst, wie du deinen Mitmenschen begegnest und wie du wirkst. Sieh jeden Tag als ein Geschenk und hole dir Unterstützung, wenn es einmal nicht so gut läuft. Jeder Mensch hat einmal ein Wehwehchen, und manche haben sogar Schicksalsschläge zu verkraften. Wer ruft nach der Auszeit? – Es ist deine Seele. Die Seele sucht und wünscht sich diese Zeit – aus der Zeit zu sein. Wahrzunehmen, dass wir mehr sind als das, was wir oft von uns denken. Doch was braucht sie? Auch einmal Ruhe und dass wir leise sind. Uns selbst spüren und die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen. 09

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