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OMNIA Nr. 14

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September 2019 –

September 2019 – Ausgabe #14 zu einer normalen Funktion der Blutgefäße bei, unterstützt Knochen, Knorpel, Zahnfleisch, Haut, Haar und Zähne sowie eine normale Funktion des Nervensystems, des Energiestoffwechsels und des Immunsystems. Spurenelemente wie Chrom stellen einen wichtigen Baustein im Zuckerstoffwechsel dar, Mangan wird unter anderem in den Mitochondrien zur Energiegewinnung benötigt. Eisen, als das Spurenelement, welches in unserem Körper am stärksten vertreten ist, benötigen wir für den Sauerstofftransport. Das sind nur einige, wesentliche Inhaltsstoffe der Blaubeere, die wissenschaftlich erwiesen einen positiven Effekt auf den Organismus ausüben. In der heutigen Zeit stellt sich jedoch immer mehr die Frage, ob nicht auch andere, feinstoffliche Effekte nachweisbar sind. Kann es sein, dass diese Beere auch seelische und emotionale Unterstützung bietet? Wir wissen, dass die heutige Forschung schon vieles entschlüsseln, jedoch (noch) nicht alles messen kann. Anthony William beschreibt dies in seinem Buch: „Medical Food. Warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament“, sehr eindrücklich. Über die Heidelbeere schreibt er Folgendes: „Wird ein Strauch durch einen Brand zerstört, so gibt sie nicht auf, sondern wächst mit enormer Kraft wieder zum Leben. Aus der Asche entwickelt sie sich stärker als zuvor. Sie passt sich Klimaveränderungen an, um gestärkt ein neues Leben zu beginnen. Ihre Intelligenz hat sie davor bewahrt, Monokulturen zu bilden. Somit ist ein Aussterben unmöglich. Durch diese intelligente Anpassung hat sie Jahrtausende altes Wissen und Informationen in sich gespeichert. Auch Frost kann dieser Pflanze nichts anhaben. Ihre Nährstoffe verliert sie nicht, im Gegenteil. Es hat den Anschein, als ob die wilde Heidelbeere insbesondere Extremsituationen wie Feuer und Eis nutzt, um daraus gestärkt und mit voller Kraft wieder zu erblühen.“ Pflanzen, die unter besonders harten Bedingungen wachsen, müssen natürlicherweise mehr Abwehrstoffe entwickeln. Dies kommt demjenigen zugute, der sie später verzehrt, egal ob Mensch oder Tier. Beide nehmen diese Überlebensstrategie und Kraft auf, um sie für ihr ganzheitliches Wohlbefinden zu nutzen. Was wir von der wilden Heidelbeere lernen dürfen Geraten wir in emotionale oder körperliche Ausnahmesituationen, so haben wir immer die Wahl: resignieren – oder uns fragen, was diese Situation für uns bereithält. Handeln wir doch einfach mehr wie ein wilder Heidelbeerstrauch, der nach einem Brand seine gesteigerte Abwehrkraft nutzt, sich an die neuen Gegebenheiten anpasst und noch mehr (Abwehr-)Kräfte entwickelt. So werden auch wir gestärkt aus der Situation hervorgehen – dank der Heidelbeere und mit der Heidelbeere! Jutta Suffner Jutta Suffner ist Heilpraktikerin und Dipl.-Ing. (bio-med.) mit eigener Naturheilpraxis. Ihr Wissen vermittelt sie in Vorträgen zu Themen wie Quantengesundheit, Gesundheit und Bewusstsein, chronische Erkrankungen, Naturkraft Blaubeere u. v. Mehr Infos: www.comed-tt.com, info@comed-tt.com Foto: Shutterstock - © Jutta Suffner 44

Psyche und Darm Neues aus der Mikrobiomforschung „Der Darm ist der Vater aller Trübsal“, dies erkannte Hippokrates, einer der bedeutendsten Ärzte der Antike, schon um ca. 400 vor Christus. Auch heute noch weist unsere Alltagssprache mit zahlreichen Metaphern zum „Bauchgefühl“ auf das Vorhandensein eines sogenannten „Bauchhirns“ hin. Die wissenschaftliche Bezeichnung dafür lautet „enterisches Nervensystem“, und zahlreiche Forschungen widmen sich dem Thema. Mehr als 100 Millionen Nervenzellen sind damit beschäftigt, Informationen zwischen Gehirn und Darm zu übermitteln. Das sind immerhin mehr als im Rückenmark. Mikrobiota, Mikrobiom oder Darmflora? Diese drei Begriffe bezeichnen alle dasselbe. Darmflora ist der veraltete Begriff, die Bezeichnung „Flora“ beruht auf der früheren Annahme, Bakterien und viele andere Mikroorganismen gehörten zum Pflanzenreich. Mikrobiom und Mikrobiota leiten sich von den griechischen Wörtern „mikrós“ für „klein“ und „bios“ für „Leben“ ab. Jeder Mensch trägt diese gigantische Lebensgemeinschaft in sich, wobei der Begriff sämtliche Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze umfasst. In nur einem Gramm Darminhalt finden sich eine Billion Lebewesen, die vorwiegend in den Zotten und Nischen des Darms hausen. Die Mikrobiota ist für unseren Körper sehr wichtig, da sie unter anderem für die Produktion von wichtigen Vitaminen, Hormonen, Aminosäuren und kurzkettigen Fettsäuren zur Energieversorgung der Darmschleimhaut verantwortlich ist. Diese enorme Menge an Bakterien setzt sich aus bis zu tausend verschiedenen Bakterienarten zusammen, die in nur vier Abteilungen, sogenannte Phyla, unterteilt werden: Firmicutes, Bacteroidetes, Proteobacteria und Actinobacteria. 99 Prozent dieser Bakterien sind äußerst anpassungsfähige „Anaerobier“, das heißt, sie benötigen keinen Sauerstoff zum Überleben – was Sinn macht, da im Inneren des Darms so gut wie kein Sauerstoff vorhanden ist. Um beim alten Begriff „Darmflora“ zu bleiben: Man kann sich den Darm, bildlich gesprochen, wie einen verwinkelten Garten vorstellen, dessen Flora dementsprechend sorgsam und giftfrei gepflegt und auch bewässert werden sollte, um optimal zu gedeihen. Körperzellen und Bakterien als Megasymbiose: Wer beeinflusst hier wen? Unser erwachsener Körper besteht aus circa zehn Billionen Zellen. Das klingt enorm viel. Im Gesamten tragen wir jedoch in und auf uns etwa zehnmal so viele Bakterienzellen wie Körperzellen. Der Mensch als Gesamtheit ist also mehr als seine „Menschenzellen“, er ist vielmehr eine „Megasymbiose“ aus Bakterien und Körperzellen. Wie bei jeder Lebensgemeinschaft können unsere „guten Helfer“ im Darm auch ihr anderes Gesicht zeigen und zu Parasiten werden; umgekehrt verhelfen eine gesunde Ernährung 45

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