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Omnia Nr. 13

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März 2019 – Ausgabe

März 2019 – Ausgabe #13 Drachenpfad genannt, hat eine starke männliche Erdenergie. Erst später wurde das weibliche Pendant, die St. Mary’s Ley Line, gefunden. So ist der Hügel ein Energiepunkt, an dem die männliche mit der weiblichen Energie verschmilzt. Die Harmonisierung beider Energien ist ein zentrales Thema in Glastonbury, dem man immer wieder begegnet. Die Kelten glaubten, dass dieser natürliche Hügel das Tor zur Unterwelt und ins Reich der Feen und Elfen sei. Seit dem 12. Jahrhundert glaubt man, hier befinde sich Avalon, das sagenumwobene Reich der keltischen Priesterin und Hexe Morgan le Fay, die hier König Artus gepflegt haben soll. Der Sage nach wirkten in Avalon Druiden und Priesterinnen gemeinsam. Es war eine Ausbildungsstätte im Einklang von männlichem und weiblichem Pol. Avalon war ursprünglich eine Insel und der großen Göttin – der Erde – in ihren unterschiedlichen Facetten geweiht, dementsprechend sind Naturgeister und -wesen überall spürbar. Geht man den Weg zum Glastonbury Tor hinauf, hat man die Möglichkeit, einem uralten Einweihungsweg zu folgen, der sich spiralförmig den Hügel hinaufwindet. Er ist schon stark erodiert, aber trotzdem schön zu gehen, weil man anders als auf dem Hauptweg ganz alleine ist. Der Ausblick vom Tor ist atemberaubend, und man sollte sich die Zeit für eine Meditation nehmen. So entrückt von der Welt kommt man leicht in Visionen, zum Beispiel von Druiden und Priesterinnen, von alten Leben. Die Schleier zur Anderswelt sind dünn. Vielleicht weht gerade deshalb hier oben immer der Wind. Die heiligen Quellen Keltische Symbole sind in Glastonbury allgegenwärtig, ebenso wie das Christentum. Der Legende nach soll sogar Jesus Glastonbury besucht und den Heiligen Gral hierhergebracht haben. Sein Onkel Josef von Arimathäa gründete hier die älteste Kirche Englands, die Glastonbury Abbey. Die Legende erzählt, dass er nach der Kreuzigung Jesu mit dem Kelch des Abendmahls zurückkehrte und diesen in einer Quelle wusch. Sie wurde daraufhin blutrot. Diese eisenhaltige Chalice Well 72

KIND SEIN ist heute ein Heiligtum, zu dem viele Menschen und Heiler aus aller Welt pilgern. Die Quelle wird von einem Holzdeckel verschlossen, der die Vesica Piscis zeigt, durchbohrt vom Schwert Excalibur. Zu früheren Zeiten wurde diese Heilquelle von den Priesterinnen Avalons bewacht, heute strömt sie aus einem Löwenmaul. Es heißt, das Wasser soll alles zum Blühen bringen, wohin man seine Aufmerksamkeit lenkt, zum Beispiel auf Projekte, Beziehungen, Talente ... Der „Garten des Friedens“, der um die Chalice Well angelegt ist, lädt zur Meditation ein. Wieder scheint der Schleier zu den Naturwesen, Pflanzendevas, Feen und Elfen hauchdünn zu sein ... Das Gegenstück zur roten Quelle liegt außerhalb des Gartens. In den zwei Becken der weißen Quelle kann man mit dem ganzen Körper ins Wasser eintauchen, und das sollte man auch versuchen, denn man sagt dem Heilwasser nach, dass es alles fortspült, was das Strahlen des eigenen Lichts verhindert. Die beiden Quellen sind Yin und Yang, Ausgleich und Gegenstück. In dieser energetischen Harmonie, im Gleichgewicht der männlichen und weiblichen Pole badet man praktisch überall in Glastonbury. Das bringt Gelassenheit, Frieden, ein rundherum schönes Wohlgefühl. Der Göttinnentempel Das Städtchen ist auch ein Zentrum alternativer Heilweisen und ein Shopping-Paradies in Bezug auf ganz besondere spirituelle Dinge. Inmitten der lebendigen Geschäftsstraße entdeckt man ein Geschenk der Neuzeit: den Göttinnentempel. Vor ein paar Jahren wurde er von den Priesterinnen von Avalon auf einem Dachboden in einem Hinterhof der High Street gegründet. Der Tempel wurde der Lady von Avalon, der keltischen Göttin Bridie und allen weiblichen Aspekten geweiht. Liebevoll wird er zu den Jahreskreisfesten dekoriert, dabei steht immer die Verehrung des Weiblichen im Zentrum. Die Farbe der Lady von Avalon ist Lila – die Farbe der Transformation. Dieses Kleinod ist eine zauberhafte Höhle, aus der man wie neu geboren in Verbundenheit mit der großen Göttin heraustreten kann. Eine Legende von Glastonbury besagt, dass man auf unausgesprochene Fragen Antworten bekommt. Man sollte es ausprobieren und nicht erstaunt sein, wenn es funktioniert. Ganz sicher wird man sich in die Offenheit des gemütlichen Hippie-Städtchens verlieben, in seine sanfte, ausgleichende Energie und in die Natur, deren Seele aus jedem Grashalm strahlt. Fast so, als möchte sie fragen: Erkennst du mich? 73

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